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Beyond Banking: Das Banking von morgen?

Verfasst von Maria Rauch am .

Beyond Banking: Das Banking von morgen?

Das Privatkundengeschäft befindet sich im Umbruch - viele Banken haben die Notwendigkeit der Digitalisierung spät erkannt und geraten durch Ertragsrückgänge immer stärker unter Druck. Geldeinlagen von Privatkunden gehen zunehmend zu FinTechs, denn in Zeiten von Nullzinsen macht es keinen großen Unterschied mehr, wo ein Kunde sein Konto eröffnet.

Wenn plötzlich alle Bankgeschäfte machen

Völlig neue Mitbewerber erobern den Markt und fordern die etablierten Banken heraus. Diese haben zwar einen vorhandenen aber auch alternden Kundenstamm – FinTechs wie Revolut oder N26 sprechen hingegen die jungen Kunden mit innovativen und attraktiven Sofwarelösungen an. Immer mehr Unternehmen erkennen auch die Möglichkeiten, die mit der Öffnung des Zugangs zu Kundenkonten für Drittanbieter entstehen (Stichwort PSD2 und Multibanking). Der Wettlauf um Privatkunden hat durch die damit wachsende Bereitschaft, die eigene Bankverbindung auf bankfremden Plattformen zu nutzen, längst begonnen.

Wie gewinnt man heute Kunden?

Konnte man vor wenigen Jahren mit einem kostenlosen Girokonto noch Neukunden gewinnen, gilt dies mittlerweile als Grundvoraussetzung und auch hier sind FinTechs im Vorteil - das Eröffnen und die Nutzung des Kontos ist vollständig digitalisiert und damit unabhängig von Öffnungszeiten flexibel nutzbar.

Als Folge davon etabliert sich für die Kundengewinnung eine Strategie, der sich auch Banken bedienen: Beyond Banking verspricht Mehrwerte, die über klassische Bankprodukte hinausgehen - zB durch Partner- und Treueangebote, Vergünstigungen bei Dienstleistungen oder alternative Zins- und Prämienmodelle. Ein paar Beispiele: Der Mobilfunkanbieter O2 bietet in Deutschland gemeinsam mit der Fidor Bank Datenvolumen oder Amazon Gutscheine statt Zinsen. Bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) fahren Junge in der Nacht gratis ÖV. Im Frühling 2019 erhielten Kunden bei der US-Bank Citibank für die Eröffnung eines Kontos 30.000 Meilen bei American Airlines. Miles & More bietet mit einer eigenen Multibanking-APP Meilenzinsen statt Zinserträge an. Auch Standard Chartered bietet seinen Kunden in Hongkong mittlerweile Flugmeilen statt Zinsen an. Wer bei der Raiffeisenbank Winterthur 50'000 Franken anlegt, wird mit einer Nespresso-Maschine im Wert von 249 Franken beschenkt.

Das Banking von morgen schon heute

Beyond (classic) Banking hat das Potential, zum entscheidenden Faktor bei Kundengewinnung und -bindung zu werden. Die Wahl der richtigen Partner in Kombination mit Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen zur Gestaltung innovativer Services ist dabei entscheidend. Die Schweizer Bank Cler macht es mit der Smartphone-App "Zak" vor: Ihrer jüngsten Zielgruppe ermöglicht sie das mobile Bezahlen mit einer rein virtuellen Prepaidkarte. Diese kann innerhalb von Sekunden direkt aus der App heraus aufgeladen und in den verfügbaren Wallets iOS und Android hinterlegt werden. Auch das Community-Erlebnis kommt bei Zak nicht zu kurz - mit den Zaktionen, einer Auktionsplattform zum gemeinsamen Kauf von Angeboten, profitieren Kunden von stark vergünstigten Lifestyle-Produkten, wenn sie Interessens- oder Einkaufsgemeinschaften bilden. Das deutsche Startup Comeco geht mit TEO noch einen Schritt weiter und verbindet Online-Banking und Commerce zum Lifestyle-Banking. TEO vernetzt Finanzdienstleister mit Produkt- und Dienstleistungsanbietern sowie Endkunden und vereinfacht damit nicht nur den Umgang mit Finanzen sondern schafft gleichzeitig ein völlig neues Banking Erlebnis. Auch das kann Banking von morgen bereits heute.

Wenn Sie mehr zum Banking von morgen erfahren wollen, sprechen Sie mit uns! Wir helfen Banken, neue Wege zu gehen, ihr Innovationspotential zu entfalten und sich für zukünftige Herausforderungen aufzustellen.

Themengebiete

Banking, Innovation, Meta.


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