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Aus dem FinnoScore lernen: Was macht eine gute Banking App eigentlich aus?

Verfasst von Iulia Bantoiu am .

Fast jede Bank hat heute zumindest eine App. Kunden wollen nicht nur Online Banking. Sie wollen mit ihrer App jederzeit und überall ihre Bankgeschäfte erledigen. Auch auf dem Smartphone.

Früher haben wir ein Konto in einer Filiale eröffnet. Dort mussten wir auch noch die Zugangsdaten für unser Mobile Banking abholen. Heute können wir ein Konto in wenigen Minuten online eröffnen. Die Zugangsdaten für die App bekommen wir sofort, auch auf das Smartphone .  

 

1. Intuitives Onboarding  

Das erste Merkmal einer guten Banking App ist daher fehlerfreies und intuitives Onboarding.  

Wenn die Kontoeröffnung nicht ganz leicht funktioniert, suchen sich Kunden eine andere Bank. Der erste Eindruck zählt! Fehler und komplizierte Vorgänge wirken nicht professionell.  

Nehmen wir N26 als Beispiel: Sie haben mit der 8-Minuten-Kontoeröffnung den Banksektor revolutioniert. Das Onboarding von N26 ist eines der besten in Europa.

Wir sind jetzt also Kunden. Über unser Smartphone können wir auf unser Konto zugreifen. Damit das kein anderer tun kann, braucht es Sicherheitsvorkehrungen. Diese dürfen das Banking aber nicht zu langsam machen. Wenn unsere Überweisungen länger als in der Filiale dauern, werden wir die App nicht nutzen.  

 

2. Schnelle Freigabeprozesse

Das zweite Merkmal einer guten Banking App sind schnelle und zuverlässige Freigabeprozesse. Wenn die Freigabe auch per App läuft, muss die Verbindung Banking App – Freigabe App perfekt funktionieren. Kunden wollen Transaktionen schnell erledigen. Die Technik im Hintergrund interessiert sie nicht.

Nehmen wir als Beispiel für Best Practice die sIdentity App der Erste Bank: Der Wechsel zwischen Banking und Freigabe App funktioniert sehr gut. Überweisungen sind ohne Code-Eingabe sicher. Am Ende zeigt die Banking App eine Zahlungsbestätigung an.

Banken stecken viel Geld in das Aussehen ihrer Schnittstellen. Sie wollen damit cooler als die Konkurrenz sein. Doch die Oberfläche ist für uns als Nutzer nur der Anfang. Das Back-End oder der Transfer zu anderen Bank-Systemen kann die App langsam machen. Dann werden wir unzufrieden und suchen andere Anbieter.  

 

3. Optimierter Hintergrund

Das dritte Merkmal einer guten Banking App ist also ein optimierter Hintergrund. Nur so haben Kunden an der Schnittstelle eine gute Nutzererfahrung.  

Unser bestes Beispiel ist Monzo: Eine Überweisung dauert dort 24 Sekunden. Dabei kommt es nicht unbedingt auf die Anzahl der Klicks an. Die Zeit für eine Transaktion zählt.

Kommen wir zu den Features: Früher haben Banken alles Mögliche in ihrer App verpackt. Aber die Kunden haben vieles gar nicht gefunden und waren verwirrt. Heute sind die Funktionen beschränkt: 80% der Aufgaben lassen sich ohnehin mit 20% der Funktionen erledigen. Aber jeder Kunde ist anders. Daher müssen Apps personalisiert werden können. Wir wollen z. B. Übersichtsseiten nach unseren persönlichen Wünschen gestalten. Außerdem nutzen wir heute oft mehr als eine Bank. Mit einer guten Banking App können wir Konten verschiedener Anbieter verwalten.  

 

4. Vielseitigkeit

Das vierte Merkmal einer guten Banking App ist Vielseitigkeit: Sie muss sich an jeden einzelnen Kunden anpassen. Außerdem muss sie mit den Systemen anderer Banken zusammenarbeiten können.

Best Practice ist hier das Multibanking von TEO: Nicht nur Kunden der Sparda können Konten einbinden und Features nutzen. Und User sehen nur die Konten, die sie gerade sehen wollen.

Auf unserer App wollen wir auch einen schnellen Überblick haben, wieviel Geld uns zur Verfügung steht. Der einfache Kontostand reicht uns dafür nicht: Wir müssen monatliche Fixkosten einplanen. Bei vielen Apps können wir unsere Ausgaben in Kategorien einteilen. Dann sehen wir, wieviel Geld wir wofür übrig haben. Doch die Vorbereitung kann sehr umständlich sein. Daher werden diese Funktionen oft nicht genutzt.

 

5. Benutzerfreundliche Darstellung

Das fünfte Merkmal einer guten Banking App ist die benutzerfreundliche und übersichtliche Darstellung der finanziellen Situation der Kunden.

Unser Best Practice Beispiel dafür ist Zak der Bank Cler: Einkommen und monatliche Ausgaben sind einfach einzustellen. Dann zeigt die App sofort, wieviel zur freien Verfügung steht. Die App legt das Geld für die Fixkosten zur Seite. Der Kunde muss sich keine Sorgen um seine Rechnungen machen.  

Unsere Zusammenfassung

Der erste Eindruck zählt: Einfacher und intuitiver Zugang zur Kontoeröffnung ist eines der wichtigsten Entwicklungsziele.

Der Teufel liegt im Detail: Einfache Funktionen wie Geld überweisen sollten perfekt optimiert sein. Aufwand und Durchlaufzeit müssen für den Kunden möglichst gering sein.

Nicht nur die Oberfläche ist wichtig: Das Back-End ist genauso wichtig wie die Benutzeroberfläche. Was im Hintergrund geschieht, macht oft den entscheidenden Unterschied.

Vielseitigkeit ist Trumpf: Kunden haben mehrere Bankbeziehungen. Daher muss eine App Multi-Banking erlauben. Auch Individualisierung bringt Punkte.

Übersicht bringt Vorteile: Kunden wollen wissen, wieviel Geld sie zur Verfügung haben. Das müssen sie ohne viel Aufwand im Detail sehen können. Dieses Feature kann den entscheidenden Unterschied bedeuten.

 

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Themengebiete

Mobile app, Bankenvergleich, FinnoScore.


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